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Innere Stärke

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Innere Stärke und neue Ausrichtung durch Yoga

Wir Menschen vermögen es, in sämtliche Richtungen zu denken. In unserem Alltag lösen wir unzählige Situationen mit unseren Verstand, und alles, was wir durch geistige Fähigkeiten erreichen, lässt sich auf mentale Stärke und unsere innere Einstellung zurückführen.

Wieso ist innere Ausrichtung so wichtig?

Die heutige Zeit, mit Globalisierung und Digitalisierung, fordert uns enorm heraus. Der moderne Mensch ist oft gestresst. Immer erreichbar und überall vernetzt. Unsere Psyche, die sich auf den konstanten Fortschritt immer wieder einstellen muss, reagiert bei Überforderung mit einer Gegenreaktion wie Burnout,
Depressionen und Ängsten. Es sind Warnsignale unserer Seele, die, weil wir es oft nicht anders verstehen wollen, Stopp sagt, damit wir uns erst einmal wieder mit unserem Innenleben beschäftigen. Therapeuten, Experten und Wissenschaftler u.a. aus der Naturheilkunde haben erkannt, dass Yoga und Meditation großartige Begleiter auf der Reise zu psychischer Stärke und Neuausrichtung sind. Yoga ist kein Trend, sondern durch seine geistigen und körperlichen Übungen dazu in der Lage, Gedanken- und Verhaltensmuster zu ändern.

Wie kann Yoga unsere Psyche stärken?

Menschen im Fernen Osten machen seit Jahrtausenden Yoga. Nicht zuletzt daher kommt das Bild des in sich ruhenden Buddhisten, der eins mit dem Leben und der Natur ist. Seit Jahrzehnten wissen auch wir Menschen im Westen, dass der holistische Ansatz von Yoga einen entscheidenden Einfluss auf unsere Psyche hat. Yoga besteht aus Asanas (Körperübungen), Pranayama (Atemübungen) und Meditation. Wer Yoga regelmäßig und über einen längeren Zeitraum praktiziert, lernt, einen umherirrenden Geist wieder ins Hier und Jetzt zu bringen. Auch Autosuggestion, was so viel bedeutet wie „selbst vorstellen“, wird in der Meditation angewendet. Dabei werden positive, unterstützende oder beruhigende Gedanken so oft wiederholt, bis sie ein selbstverständlicher Teil unseres Denkens und ganzen Seins werden. Zum Beispiel „ich bin stark“.

Mit Yoga können wir also unser Unterbewusstsein trainieren und unsere innere Ausrichtung konstant verändern. Viele Asanas wie z.B. die „Heldenposition“, in der wir mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen, uns auf- und ausrichten, die Arme ausbreiten und in die Weite schauen – manifestieren über die äußere Haltung den uns im Inneren unterstützenden Gedanken, dass wir stark und der Held unseres eigenen Lebens sind. So geschieht äußere und innere Ausrichtung zugleich und bedingt sich gegenseitig: Ein starker, geschmeidiger Körper wirkt positiv auf eine geschwächte Psyche, und eine positive innere Einstellung löst Blockaden in Muskeln und Gelenken. Wer an niedriger Stimmung leidet oder sich nach mentaler Stärke sehnt, wird im Yoga eine Rückbesinnung auf die eigenen Bedürfnisse finden.

Wie hilft kontrolliertes Atmen gegen innere Unruhe und Stress?

Wir kennen das: Bei Stress atmen wir zu schnell und zu flach, in die Brust. Bei Angst und Panik bleibt uns die Luft richtiggehend weg. Eine tiefe Bauchatmung entspannt und entstresst Körper und Geist. Viele Emotionen sind mit dem Atem verknüpft – Atmen ist Lebendigkeit und Transport von Prana, der Lebensenergie, jedoch für uns selbstverständlich, so dass wir gar nicht darüber nachdenken. Yoga kann helfen –und zwar schon nach wenigen Wochen regelmäßigem Trainierens – wieder bewusst und vollständig zu atmen, um widerstandsfähiger gegen Stress und Infekte zu sein.
Besonders für Menschen mit Depressionen, Ängsten oder Burnout sind Atem-Übungen sehr wertvoll, weil der Fokus auf die Atmung Gedanken an Unglück oder Trauer umlenkt und die Schwingung (und Stimmung) durch Zufuhr von Prana (Lebensenergie) erhöht.

Ist der positive Effekt von Yoga wissenschaftlich belegt?

Yoga ist eine der mit Abstand besterforschten Formen der Naturheilkunde. Und anders als man vermuten mag, findet der Heilungsprozess, den Yoga körperlich und psychisch bewirken kann, nicht nur auf einer unsichtbaren Metaebene statt. Wissenschaftler können bei Menschen, die regelmäßig Yoga praktizieren, Veränderungen im Hirn nachweisen. Im Fokus dabei steht die Vermehrung von Glückshormonen wie Dopamin und Serotonin und dem Neurotransmitter „GABA“, der eine angstlösende Wirkung hat.

Yoga kann einen Nährboden für eine gesündere Psyche bilden, an dem sich der gestresste Geist bedienen kann und wieder

e n t l a s t e t wird.

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